Anji – vom Prinzesschen zur „Grande Dame“


AnjiHallo,
ich bin die Anji!

Geboren wurde ich im September 2001 irgendwo in der Kölner Umgebung. Ich weiss nicht mehr wo, denn ich war damals viel zu klein und zu ängstlich, um das heute noch zu wissen.
Irgendwann kamen grosse Leute und steckten meinen Bruder und mich einfach in eine grosse Kiste. Mein Bruder hat sich immer gross gemacht, damit ich mich hinter ihm verstecken konnte.
Doch es half nichts. Eines Tages kamen Zwei, die wollten unbedingt mich mitnehmen. Meine Pflegerin sagte noch: „Nehmen sie den anderen, der wird vielleicht eher zahm und zutraulich, als die Kleine dahinten.“
Doch das schien die nicht zu beeindrucken.

So sollte dann mein neues Zuhause bei denen in Rösrath sein. Doch da waren so viele neue Dinge, die ich nicht kannte und ich bekam noch mehr Angst. Meine Menschenmama aber saß Tag und Nacht neben meiner Box, stellte mein Fressen und Wasser daneben und zeigte mir, wo das Klo war. Nach einigen Tagen merkte ich, die wollten mir ja gar nichts. Im Gegenteil, die füllten z.B. sogar meinen Napf wieder auf!


Frauchen beschützt michAb und zu kamen noch andere Katzen mich besuchen, doch fauchten sie mich zu erst an. Der Knuddel und die Kimba, ja so wurden sie gerufen.
Meine Ersatzmama spielte sogar mit mir! Es tat sooo gut, als sie mich auf den Arm nahm und ich mich in ihrer Armbeuge verstecken konnte.
Doch allmählich wurde ich neugieriger und inspizierte die komplette Wohnung.

Huch, da war auch ja noch ein Hund! Danny wurde er gerufen. Och war der süss! Der schlabberte mich ab, doch spielen wollte der auch nicht mit mir. Aber die Kimba! Wir spielten fangen. Wenn sie mich bekam, handelte ich mir aber immer eine Ohrfeige ein. Na warte, das kann ich auch! Knuddel war da gemächlicher. Den biss ich, weil ich die Kimba ja doch nie bekam, ins Hinterbein.
Aber wehe, es kamen andere Menschen. Dann war ich immer in meinem Zimmer unter einer Decke verschwunden. Ich vertraue nur meinen Menschen – und ganz dolle meiner „Mammi“!


Anji erkundet das GeländeHeute lebe ich mit Knuddel, Kimba und den Hunden Chica und Lucky (Danny ist leider nicht mehr bei uns) in Rosbach in unserem endgültigen Heim.
Ich darf auch wieder alleine raus, denn hier ist es nicht so gefährlich. Ausserdem haben wir einen grossen Garten und Wiesen dahinter. Aber mich zieht es nicht weit – zu viel Angst ist immer noch in mir – nur dahin, wo auch meine Menschen sind.

Manchmal vergesse ich sogar meine ganze Angst. Und zwar dann, wenn ich bei meiner Menschenmammi im Bett liege – unter der Decke, ganz nah bei ihrem Herzen. Ich rolle mich in ihren Armen ein, schnurre und träume zufrieden von der Liebe zu ihr. Denn ich weiss heute: solange ich ihren Herzschlag höre, wird mir nichts mehr passieren!

Dies wünsche ich auch ganz dolle all den Tieren, die nicht so viel Glück auf Erden haben.

(April 2005)

Weia!
Ganz schön was passiert in den letzten Jahren.
Chica, Kimba und Knuddel weilen nicht mehr unter uns, dafür kamen aber Lupa, Ronja und vor kurzem der kleine Krümel, um den ich mich kümmern kann.

Mir selbst geht es nach wie vor super hier.
Zwar verziehe ich mich immer noch, wenn Fremde kommen, aber bei meinen Menschen fühle ich mich sicher und mit den Hunden und Krümel verstehe ich mich toll, auch wenn der Kleine manchmal nervt, wenn er zu dolle raufen will.

Ansonsten lasse ich fünfe gerade sein und genieße das Leben…


Anji im HeunestIm Mai 2014 sind wir dann auf einen alten Bauernhof gezogen, was noch viiiieeel besser ist, als das Haus mit Garten in Rosbach. Das hier ist das reinste Katzenparadies: eine riesen Wiese am Haus und Räume mit Heu, in das man sich herrlich reinkuscheln kann. Oft auch zusammen mit Krümel. Wir haben am hinteren Eingang sogar ein eigenes Häuschen mit Heu. Da kann ich gemütlich drin liegen und alles beobachten.

Ronja war irgendwann verschwunden (auch wenn sie ein Einzelgänger war, hoffe ich, dass es ihr gut geht). Dafür kamen Weihnachten 2014 zwei kleine Fellknäuel dazu. Die rote Lillifee ist ein richtiger Haudegen geworden, die viel mit Krümel unterwegs ist. Und Gizmo ist die Gemütlichkeit in Person.

Auch Lucky und Lupa habe ich überlebt. Die beiden sind irgendwann krank geworden und nun bei den anderen auf der andern Seite vom Regenbogen…
Dafür sind nun Agouri und Emma da. Die sind zwar was stürmiger, habe sie aber auch im Griff.

Ende 2015 sind dann noch der Bruder von meinem Frauchen mit seiner Frau bei uns ins Haus (separate Wohnung) mit eingezogen. Die haben auch drei Katzen, aber die haben mich sofort als Cheffin angesehen, so dass ich da sogar zum futtern einkehren kann…

Tja, so gehen die Jahre ins Land, aber in so einer gemütlichen und entspannten Art und Weise, dass es ruhig noch lange so weiter gehen kann…

(Juni 2016)

Ich melde mich nochmal kurz, um Tschüß zu sagen.

Die letzten Wochen waren nicht so toll. Auch wenn ich mir nichts hab anmerken lassen, aber mein linkes Vorderbein tat immer weh und ich konnte damit auch nur noch rumhumpeln.
Deshalb sind meine Menschen mit mir zum Arzt und da stellte sich dann raus, dass so ein blöder Tumor mir den halben Oberarmknochen zerfressen hat.
Meine Leute haben sich zwar rührend um mich gekümmert – habe immer lecker Sachen zu futtern bekommen, wurde überall rauf- und runtergehoben und bekam Streicheleinheiten ohne Ende.
Letztlich war der Knochen aber so schwach, dass er gebrochen ist. Das ist keine schöne Sache, sage ich Euch. Deshalb haben meine Menschen auch die einzig richtige Entscheidung getroffen, mich über die Regenbogenbrücke zu schicken.

Wäre zwar gern noch was geblieben, aber so ist’s num mal…
Da mach ich mich halt eben auf, die anderen zu suchen, vor allem Knuddel, mit dem ich ja doch viel erlebt und geschmust habe.

Seid nicht traurig, denn ich hatte ein tolles Leben und wir werden uns irgendwann auf der anderen Seite wiedersehen.

Bis bald Eure Anji
(Juni 2016)

Anjis Fotoalbum:

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