Chester – ein kurzes Gastspiel


ChesterTach!

Ich bin Chester und komme ursprünglich aus Griechenland, wo man mich vom Tierheim Aegina aufgegabelt hatte. Dort stellte man auch fest, dass mich so ein kleines Mistvieh von Sandmücke gestochen haben musste, denn ich habe Leishmaniose (ist aber mit Medikamenten gut in den Griff zu bekommen). Durch den Stress der Reise nach Deutschland war dann aber der Wert auf das Höchstmass (1:3200) hochgeschnellt, so dass ich auf meiner Pflegestelle in Oberhausen doch mehr den ruhigen Typ abgab.
Das war dann auch mit ein Grund, warum meine neuen Menschen aus Windeck sich für mich interessierten. Katzen kannte ich auch aus Oberhausen, was auch gut war, denn in meinem neuen Zuhause liefen drei von diesen Stubentigern herum, die ich immer gerne abgeschlabbert habe.

Im neuen Heim habe ich dann erst mal die Couch in Beschlag genommen, den Garten inspiziert und die Hundehütte ausprobiert.

Chester in den BergenAber lange herumfaulenzen war nicht, denn ein paar Tage später sind wir nach Österreich in die Berge gefahren. War alles ganz toll, wenn nur das Autofahren nicht wäre – da beginnt sich immer mein Magen zu drehen und ich muss k….!
In Österreich sind wir dann den ganzen Tag in den Bergen herumgeklettert – das hat Spass gemacht. Nur wenn meine Menschen abends mal ausgingen, war ich nicht damit einverstanden, was ich dann auch durch heulen und an der Tür kratzen zum Ausdruck brachte. Das fanden meine Menschen wiederum nicht so toll.

Chester und ChicaZwei Tage nachdem wir dann wieder zu Hause waren, haben wir von einer anderen Pflegestelle die Huskyhündin Chica geholt – klasse: da hab ich ja jemand zum rumtoben! Doch die wollte immer kuscheln – dafür hab ich doch meine Menschen…

Dann kam die Zeit, wo meine Menschen wieder arbeiten gehen mussten, um unser Futter zu verdienen. Und obwohl Chica und die Katzen da waren, fand ich das „alleine sein“ nicht so gut – vor allen Dingen, wenn dann auch noch so ein blödes Sommergewitter kam (Gebt mir ein Loch zum verkriechen!).

Eigentlich ging es mir ja ganz gut (Leishmaniosewert war nun auf 1:400 runter gegangen), aber irgendwie war mir langweilig. Meine Menschen mussten arbeiten – auch wenn sie durch ihren Schichtdienst wohl öfters zu Hause waren als andere – Chica war eher der Schmusetyp und immer nur die Katzen abschlabbern oder scheuchen brachte es auch nicht – da knabbere ich eben an mir herum.

Das haben wohl auch meine Menschen bemerkt, dass ich eine Aufgabe, Beschäftigung und rund um die Uhr Highlife brauche. Also haben sie sich entschlossen, mich in ein anderes besseres Heim zu vermitteln, auch wenn es für sie schwer war, wie ich spürte.
Wie ich dann mitbekam, gab es da wohl einige Missverständnisse mit meiner ursprünglichen Pflegestelle in Oberhausen, denn es hiess wohl erst, dass ich in ein kleines Schlösschen kommen sollte.
Na ja, aber meine Pflegerin in Oberhausen hatte sich wohl schon vor der Vermittlung in mich verliebt, so dass sie mich dann auch gleich behalten hat.
Also bin ich jetzt fest in Oberhausen mit Kindern, Katzen und einer Hündin und es kommt wohl so schnell keine Langeweile mehr auf.

Trotzdem hatte ich in Windeck eine schöne Zeit – vor allem der Urlaub in Österreich!

Bis denne

Euer Chester
(Oktober 2004)

Chesters Fotoalbum:

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