Chica – der coolste Hund von allen


ChicaHi!

Ich bin die Chica. Geboren wurde ich im Juli 2000 in Südspanien, kam als Welpe aber schon nach Deutschland. Das war auch gut so, denn es kann ziemlich heiss werden da unten. Was nicht so gut war, dass mich ’ne Sandmücke gestochen haben muss, denn als ich ungefähr drei Jahre alt war, ist bei mir Leishmaniose ausgebrochen.

Leider wussten meine damaligen Menschen nicht damit umzugehen, hatten Berührungsängste (ich hatte viele offene Hautstellen) und so musste ich eine ganze Zeit lang in einem Zwinger leben, bis man mich dem Tierschutz übergab.
Die haben dann eine Anzeige in „Michlinge in Not“ reingesetzt (kann man sich hier nochmal anschauen). Da steht zwar drin, dass ich dominant wäre, aber meine jetzigen Menschen sagen: „Dominant ja, aber auf eine charmante Art.“
Diese Menschen haben mich übrigens Anfang Juli 2004 im Internet entdeckt und da ich gut mit Katzen kann, kam ich direkt für sie in Frage, denn sie haben drei Stück davon. Auch die Leishmaniose war kein Problem, denn den Chester, den sie da noch hatten, ist auch positiv.

Ach ja, wegen der Leishmaniose: seit dem ich Tabletten bekomme – natürlich immer mit lecker Wurst – geht’s mir wieder gut. Zwar juckt’s hier und da noch und ich habe eine leichte Hornhauttrübung behalten, aber damit komme ich gut klar.
Meine neuen Menschen waren mir eigentlich sofort sympatisch, trotzdem habe ich mich erst etwas zurück gehalten – man weiss ja nie.

Chica und ChesterMein neues Zuhase finde ich auch klasse – schönes grosses Holzhaus mit grossem Garten und viel Wiese drumherum. Das Problem am Anfang war allerdings die Treppe, denn meine Muskeln hatten durch die Zwingerhaltung ziemlich nachgelassen. Mittlerweile bin ich aber wieder gut dabei, denn mein Frauchen ist viel mit mir gelaufen und das Toben mit Chester und Lucky sind ein gutes Training.

Zu Anfang im neuen Zuhause war Chester noch da. Ist zwar ein netter Typ, aber ziemlich stressig. Der braucht Action rund um die Uhr, was meine Menschen dann auch veranlasst hat, ihm ein anderes Heim zu besorgen, wo er richtig gefordert wird. Aber ohne einen zweiten Hund fand ich auch doof und meine Menschen wohl auch, denn wir sind dann in die nächsten zwei, drei Wochen mal hier- mal dorthin gefahren, um uns ein paar Kandidaten anzuschauen.

Chica und LuckySchliesslich sind wir im Tierheim Helenenhof in Hürth bei Lucky gelandet.
Mann, ist dass ein ängstlicher Typ – aber irgendwie süss. Was der wohl erlebt haben muss??!!
Wir sind dann fast ’ne Woche lang zu ihm gefahren, damit er uns kennen lernt und dann hat man ihn zu uns gebracht.

Mittlerweile ist er aber aufgetaut, denn ich versuche ihn immer wieder zu überzeugen, dass ihm hier nichts passiert und alle nett zu ihm sind (Wenn nicht, würden sie es mit mir zu tun bekommen!!). Man kann jetzt auch richtig toll mit ihm spielen, aber auch kuscheln – nicht so wie bei Chester.

Tja, was soll ich sonst noch grossartig sagen?
Ich find’s klasse hier – hier möchte ich bleiben!
(März 2005)

Mehr als fünf Jahre durfte ich bei meinen Leuten verbringen – und nun ist die Zeit des Abschieds gekommen. Doch davon später.
Erst mal, was in der Zwischenzeit so passiert ist.

Chica und Lucky in Österreich
Mit das Schönste war der Urlaub in Österreich: Herrlich lange Autofahrt und dann das Herumkrakseln in den Bergen, auch wenn meistens meine rechte Pfote verbunden werden musste (war durch die Leishmaniose immer offen).

Aber auch zu Hause war es toll: Im Garten faulenzen und sich sonnen oder schwimmen in der Sieg…
Und es kam auch ein Mädel aus der Nachbarschaft mit ihrer Freundin oder Schwester, um mit uns Gassi zu gehen – solange ich noch gehen konnte. Die fand ich ganz nett und ich wollte auch immer dahin, wenn wir an deren Haus vorbei kamen.

Doch mit der Zeit kamen auch immer mehr Wehwehchen.
So war meine Pfote fast ständig offen, meine Gelenke und Muskeln machten nicht mehr so richtig mit, und die Probleme mit der Verdauung…
So wurden die Besuche bei meiner Tierärztin zu einer Regelmässigkeit. Allerdings bin ich da gerne gewesen – alle waren immer ganz nett zu mir!

Da ich nicht mehr so agil und für Lucky kein Spielgefährte mehr war, haben meine Menschen dann die Lupa ins Haus geholt (obwohl die gar nicht vorhatten, eine dritte Fellnase aufzunehmen).
Lupa ist aber ’ne ganz nette, die mich auch bis zuletzt als Cheffin akzeptiert hat.

Mit meinen Knochen wurde es zuletzt immer schlechter, dass ich nur noch ganz kurze Gassigänge machen konnte und die Treppen gar nicht mehr hoch oder runter kam. Aber da hat mein Herrchen mich immer getragen – toller Service!
Dass ich Schmerzen hatte, habe ich mir nicht anmerken lassen – oder haben die es doch gemerkt? Denn in den letzten Wochen bekam ich immer noch eine andere Tablette, die es mir etwas erträglicher machte.

Chica am Strand in HollandDann Mitte September 2009 haben wir nochmal eine lange Autofahrt ans Meer gemacht. Täte mir nicht alles weh, hätte ich es vielleicht richtig geniessen können. Besonders das Laufen im Sand war sehr anstrengend.

Anfang Oktober war plötzlich etwas anders, etwas Merkwürdiges lag in der Luft. Und ehrlich gesagt, hatte ich auch keine Kraft mehr, mir darüber Gedanken zu machen.
So sind wir zu meiner Tierärztin gefahren, die mich dann hat einschlafen lassen.

Nun bin ich am anderen Ende des Regenbogens angekommen und freu mich auf den Tag, an dem ich meine Menschen und die anderen Gefährten wiedersehe.

Machts gut.
Eure Chica
(Oktober 2009)

Chicas Fotoalbum:

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