Knuddel – stoisch und verschmust


KnuddelMoin, moin!

Eingentlich wurde ich Arthus auf meiner letzten Plegestelle getauft, aber meine jetzigen Dosenöffner fanden den Namen doof und änderten ihn in „Knuddel“ um (weil ich wohl so knuddelig bin – wenn ich will!).

Geboren wurde ich…ja, wann war das noch? Ich glaube im Frühjahr 1994. Ist schon so lange her, auch an meine ersten drei Jahre kann ich mich kaum erinnern. Ich weiss nur noch, dass ich irgendwann 1997 in eine Pflegestelle in Hürth kam, wo ich aber die meiste Zeit in Schränken und unter Decken verbrachte.

Ende November ’97 kamen zwei Menschen auf die Pflegestelle, die einen Kumpel für ihren Hund Danny suchten und sich für mich entschieden.
Hund?? – Wieso Hund?? – Ich bin ein KATER!! – Was soll ich mit einem Hund??
Da verkrieche ich mich doch lieber im Kleiderschrank!

Nützte alles nichts. Ich wurde kurzerhand zu diesen Menschen in eine – zugegeben grosse – Wohnung in Köln gebracht, wo es zu Glück ein schönes Bett gab, unter dessen Decke ich mich erst mal verstecken konnte.
Aber irgendwann wollte ich ja auch fressen und musste auch auf’s Klo. Das immer so hinzukriegen, dass ich dem Hund nicht begegne, klappt auf die Dauer auch nicht. Also musste ich mich ihm stellen.

War alles halb so wild: der hat mich nur regelmässig beschnuppert und mich ansonsten in Ruhe gelassen (nur zweimal sind wir uns ins Gehege gekommen – hat mich aber nur ein paar Haare gekostet).

Knuddel und Kimba - KörperpflegeMit der Zeit wurde es aber dann doch etwas langweilig, denn spielen wollte Danny mit mir nicht. Meine Menschen haben das auch gemerkt und sich auf die Suche nach einer zweiten Katze gemacht – na endlich!
Im Juni ’98 kamen sie mit einem kleinen Knäuel namens Kimba an. Klasse! Die war so richtig nach meinem Geschmack. Mit der konnte ich prima spielen und schmusen. Der kleine Rabauke brachte so richtig Leben in die Bude.
Und durch Kimba wurde auch Danny etwas aufgeschlossener uns Samtpfoten gegenüber.

Knapp zwei Jahre später sind wir dann nach Rösrath gezogen. Da gab’s auch einen Balkon, wo unsere Menschen uns eine Miniwiese angelegt haben, auf der wir uns bei schönem Wetter prima sonnen konnten.

Anfang 2002 kam dann noch eine Katze ins Haus: Anji.
Prima! Noch eine zum Spielen und Schmusen. Sie war zwar am Anfang ängstlich und zurückhaltend, aber das gab sich mit der Zeit. Allerdings hat die Kleine auch einen Knall. Wenn sie morgens Hunger hat und unsere Dosenöffner noch nicht aufgestanden sind, meint sie, dass sie mich verkloppen muss – die spinnt ja wohl!

Ende 2002 sind wir dann wieder umgezogen. Diesmal in unser eigenes Haus mit viel Platz für jeden. Seit Frühjahr 2003 durften wir dann sogar ganz raus in den Garten und die umliegenden Wiesen.
Ich war so durch den Wind, dass ich beim ersten mal den Eingang zum Haus gar nicht mehr gefunden habe. Aber mittlerweile finde ich es herrlich, sich auf der Terrasse sonnen zu können oder durch’s Gras zu stapfen.

Tja, im Mai 2004 mussten wir uns dann von Danny verabschieden.
Da unsere Menschen aber nicht lange ohne Hund sein konnten, haben sie kurze Zeit später erst Chester und dann Chica ins Haus geholt.
Mein Motto lautet dabei immer: erst mal vorsichtig sein – also habe ich sie nach besten Kräften angefaucht.

Knuddel und ChicaMit der Zeit habe ich mich aber an sie gewöhnt und konnte mich sogar an sie kuscheln, was Danny nie erlaubt hatte. Auch mit Lucky, den meine Menschen gegen Chester austauschten (keine Ahnung warum – war denen wohl zu lebhaft), komme ich gut klar.

Nun bin ich im besten Kateralter (11) und lasse es mir gut gehen – bekomme mein Futter und meine Streicheleinheiten, hab immer ein warmes Plätzchen zum schlafen und kann raus, wann ich will.
Mit Kimba habe ich kaum noch zu tun. Die ist entweder immer auf Tour oder verpennt den Tag. Aber mit Anji liege ich öfters gerne zusammen, oder ab und zu bei einem der Hunde.

Was will man mehr!!??
(April 2005)

Ich wollte mich noch mal kurz melden, denn Ende März 2012 hab ich mich auf den Weg jenseits der Regenbrücke aufgemacht.
Für mich ist in den letzten Jahren so eigentlich nicht viel passiert, ausser dass Chica und Kimba gegangen und Lupa und Ronja gekommen sind. Aber Chef von allen war ich bis zuletzt!
Seit ca. drei Jahren musste ich zwar Tabletten wegen meiner Schilddrüse nehmen, war aber nicht schlimm, da ich dadurch immer Extra-Leckerlie bekommen habe.

Tja, aber das Alter lässt sich leider nicht aufhalten und 18 Jahre ist ja auch ’ne Leistung (umgerechnet ca. 100 Menschenjahre) und so konnte man dann nur noch sagen: „Der Geist war willig, doch das Fleisch war schwach.“
Und so hat mein Körper dann nachher auch nicht mehr mitgemacht und meine Menschen haben mich dann zu Danny, Chica, Kimba und Lena geschickt.

Seid also nicht traurig – ich habe mein Leben gehabt und genossen! Es wurde Zeit für mich…

Euer Knuddel
(März 2012)

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