Lupa – Kumpel mit Husky-Dickkopf


LupaHi, ich bin die Lupa (Da war wohl jemand Maddrax-Fan!). [A.d.Red.: Lupas sind mutierte Wölfe im 26. Jh. in der Heftromanreihe Maddrax]

Ich komme aus Rumänien und habe dort die ersten drei Jahre meines Lebens auf den Strassen von Braslov gelebt. Dann bin ich aber einem Hundefänger in die Finger geraten und im dortigen Tierheim [A.d.Red.: Infos unter BMT Auslandstierschutz] gelandet. Aber das Kapitel vergessen wir mal ganz schnell!
Zum Glück hat mich aber der Tierschutz in Deutschland übernommen und im Oktober 2007 kam ich ins Erdhügeltierheim in Pfullingen.

Doch so recht hatte sich dort niemand richtig für mich interessiert, und ich hatte ehrlich gesagt auch keine richtige Lust, mich irgendwelchen Fremden anzuvertrauen. Zumal ich am Anfang auch nicht gerne mochte, wenn man mich am Hals anfasste.

Dann aber kamen zwei, die geziehlt nach mir fragten. Die haben eine nette Huskyhündin und einen Australianrüden. Ich bin dann mal mit denen Gassi gegangen und ich glaube, das könnte was werden, zumal ich vom ewigen Bewohnerwechsel in unserem Zwinger buchstäblich die Schnauze voll hatte.

Ich hab zwar gehört, dass da noch drei Katzen rumlaufen, aber mit denen werde ich wohl klar kommen – die anderen Zwei haben es ja auch geschafft.

Lupa,Lucky und Chica lümmel im FlurTja, und so bin ich nun seit dem 29. März 2008 in meinem neuen Zuhause.
Mit Lucky und Chica komme ich super klar und mit den Katzen auch.
Ich habe mein eigenes Körbchen im Schlafzimmer, bekomme gutes Futter und Steicheleinheiten nach Herzenslust.

Ganz zu Anfang kam auch ein Mädel aus der Nachbarschaft vorbei, um mich mal zu „begutachten“, denn sie war wohl schon früher mit Lucky unud Chica spazieren gegangen. Wir haben sofort Freundschaft geschlossen, die bis an mein Lebenende hielt…

Zusammen mit Lucky kann ich beim Gassigehen um die Wette schnüffeln und Zuhause toben, was das Zeug hält. Nur im Garten lassen mich meine Rudelführer noch nicht gerne los. Dabei will ich doch nur die Gegend erkunden…
Aber in der Nähe ist eine grosse Wiese, auf der ich mit Lucky um die Wette laufen kann (zwar erstmal nur an einer ganz langen Leine). Und wenn ich zu Herrchen oder Frauchen laufe, wenn sie rufen, bekomme ich auch immer ein Leckerli – da kommt man doch gerne zurück!

Wenn Herrchen und Frauchen mal längere Zeit nicht da sind, dürfen wir alle in unser „Gartengehege“ an die frische Luft.
So lässt man sich das Hundeleben doch gefallen!

Bin gespannt, was ich hier noch so alles erlebe…

Im Sommer 2008 wurde mein Frauchen dann krank und konnte nicht mehr arbeiten gehen, was für uns Vierbeiner ganz klasse war, denn so war eigentlich immer jemand zu Hause. Sie war ja auch nicht in dem Sinne krank, dass sie im Bett liegen musste oder so oder uns nicht mehr versorgen konnte.
Wir sind dann auch mal in die Gegend namens Allgäu gefahren, wo sie in Kur sollte.
Fahren…!! Finde ich buchstäblich zum ko…äh…würgen… Davon wird mir immer sowas von schlecht, dass wir nach 10 Minuten schon die erste Raste machen müssen…
Wir sind aber doch immer da angekommen, wo wir hin wollten.

Lupa und Lucky am StrandChica haben wir bei dem Bruder von meinem Frauchen gelassen, denn die war nicht mehr so gut zu Pfote.
Ein Jahr später mussten wir uns dann auch von ihr verabschieden, nachdem wir aber erst am Meer waren (was ich klasse fand…das Meer).
Auch bei den Katzen war ein Kommen und Gehen, aber die waren mir eh ziemlich gleichgültig, solange sie mich in Ruhe gelassen haben.

Später sind wir auch nochmal im Schwarzwald gewesen, wo wir bald im Schnee, versunken sind. Hat aber trotzdem Spaß gemacht. Bis auf das Autofahren natürlich…
Da ich das nie vetragen habe (und auch Lucky war nie wirklich begeistert, aber mehr aus Angst- der kleine Schisser…), haben wir bei der nächsten Urlaubsfahrt ’ne Tablette bekommen, so dass ich davon fast gar nichts gemerkt habe. Von dem Zeug waren wir einen Tag später noch groggi.
Dann aber haben wir den Urlaub in vollen Zügen genossen. Die Berge rauf und runter, bis unsere Zungen genauso groß waren, wie wir selbst.

Im Frühjahr 2014 sind wir in ein anderes Haus mit viel Platz drumherum gezogen, weil meine Leute sich zwischenzeitlich so große Tiere mit so komischen harten Pfoten angeschafft und die mit am Haus haben wollten.
War mir letztlich auch egal, solange wir nicht zu kurz kamen.

Nicht lange danach wurde Lucky immer kränker und ich glaube, er war auch nicht mehr immer bei sich. War eigentlich schade, denn auch wenn er das Spiel nie richtig kappiert hatte, habe ich mit ihm doch immer gerne an einem dicken Seilknochen gezerrt. Oder Wettrennen mit ihm, wobei er immer gewonnen hat. War trotzdem klasse.
Ein paar Wochen später mussten wir uns dann auch von ihm verabschieden.

Lupa und AgouriWeil ich aber noch fit war (bis auf einen ständigen Durchfall), haben sich meine Menschen schon früh um einen neuen Kumpel für mich gekümmert. Und ein paar Tage nachdem Lucky seine letzte Reise angetreten hatte, kam ein quirliges Etwas namens Agouri zu uns, der selbst für mich manchmal etwas ZU agil war. War aber trotzdem gut, das wieder mehr Leben in die Bude kam.

Ein Jahr nachdem Agouri zu uns kam, hatte mich so ein blöder Kangal dazwischen. Hatte zwar keine große Verletzungen, aber seitdem habe ich die Lust an anderen Hunden verloren. Sogar Agouri wurde mir zuviel…
Und weil es mit meinem Durchfall auch nicht besser wurde, habe ich mich zurückgezogen… Ich wollte nur noch meine Ruhe und hatte keine Lust mehr für irgendwas…
Ich mochte zwar meine Menschen und eigentlich auch meine anderen vierbeinigen Mitbewohner, aber so richtig Lust hatte ich keine mehr.
Mein Körper folgte schließlich meinem Geist und gab auch auf…
Ich konnte nicht mehr…
Meine Menschen hatte schließlich ein Einsehen und ließen mich einschlafen, so das ich mich Weg zu den anderen Gefährten machen konnte.

Und die anderen werde ich ja auch wiedersehen, wenn sie mir eines Tages folgen…

War tzrotzdem schön hier!
Eure Lupa
(Oktober 2015)

Lupas Fotoalbum:

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